Hallo meine lieben Filmfreunde,
Bisher war Angelina Jolie dem Kinopublikum nur als Schauspielerin bekannt. Nun gab sie aber auch ihr Debüt als Regisseurin und Drehbuchautorin. In the Land of Blood and Honey heißt das Werk und entführt den Zuschauer in die Wirren des Bosnienkrieges. Doch um was geht es eigentlich in dem Film genau und ist dieses Regiedebüt von Jolie gelungen?
Zu Beginn des Films treffen sich die zwei Protagonisten, die Muslimin Ajla und der Serbe Danijel, in einem Tanzlokal. Als sie sich näher kommen, explodiert plötzlich eine Bombe und die beiden werden voneinander getrennt. Die Explosion der Bombe ist gleichzeitig der Start des Balkankrieges. Im Laufe der Auseinandersetzungen wird Ajla gefangen genommen und in ein Internierungslager gebracht. Danijel wird wiederum zwangsrekrutiert und arbeitet nun für die serbische Armee. Wie es das Schicksal will treffen sich beide im Internierungslager wieder. Nun ist Danijel allerdings der serbischen Armee unterstellt und Ajla eine Gefangene des Regimes. Von nun an versucht Danijel seine Liebe zu beschützen, so dass sie nicht wie die anderen Gefangenen gefoltert und vergewaltigt wird. Gleichzeitig dürfen seine Bemühungen nicht auffallen, da er sonst selbst mit den Befehlshabern in Konflikt geraten würde.
Für mich war es schwer festzustellen, was der Film denn nun eigentlich sein soll. Handelt es sich bei In the Land of Blood and Honey um eine Liebesgeschichte? Oder soll das Ganze nicht doch eine Anklage frei nach Schindlers Liste sein, wie brutal und grausam Menschen sein können? Egal, ich fand den Film streckenweise wirklich gelungen. Auffällig war allerdings, dass der Film stets sehr vorhersehbar bleibt und keine Experimente wagt. Als Zuschauer weiß man eigentlich immer, wie es weitergeht und was man noch zu erwarten hat. Zudem fand ich die Gewaltszenen teilweise übertrieben. Natürlich war der damalige Krieg schrecklich und grausam. Oft hatte ich aber das Gefühl, das Jolie diese Grausamkeit auf alle Fälle einfangen wollte, koste es was es wolle.
Fazit:Insgesamt ist der Film also etwas für alle, die sich an der gezeigten Gewalt nicht stören und eventuell auch mehr über den Balkankrieg wissen wollen. Zudem ist es interessant zu sehen, wie sich Jolie einmal hinter und nicht vor der Kamera schlägt.




